Red Bull Ring in Spielberg

Starker Auftritt des Porsche Sports Cup in der Steiermark

Der Porsche Sports Cup absolvierte in Spielberg (Österreich) das zweite Rennwochenende

des Jahres. Auf dem Red Bull Ring erhielt der Kampf um Punkte und Pokale zusätzliche

Spannung durch die wechselhafte Witterung am Sonntag. Im Porsche Sports Cup, der mit

straßenzugelassenen Reifen ausgetragenen wird, machte Oliver Engelhardt (991 GT3 RS)

seinen zweiten Doppelerfolg perfekt. Im Porsche Super Sports Cup, der mit reinrassigen

Rennwagen ausgetragen wird, wurde bei den Siegerehrungen stets die österreichische

Nationalhymne gespielt: Felix Wimmer aus Wien siegte an beiden Tagen souverän vor

heimischer Kulisse. Zweifacher Jubel auch in der PZ-Trophy: Rüdiger Bambach (Bad

Dürkheim, 997 GT3 RS) gewann beide Wertungsläufe. Als Sieger im Porsche Sports Cup

Endurance wurden die 991 GT3 Cup-Piloten Ralf Bohn / Alfred Renauer sowie Hermann

Speck (997 GT3 R) geehrt. Das nächste Rennwochenende für die Teilnehmer der sechs

Rennserien und Fahrevents findet vom 9. – 10. Juli auf dem Nürburgring statt. Alles Wichtige

rund um den Porsche Sports Cup gibt es auf der offiziellen Homepage unter

www.porschesportscup.de.

 

Porsche Super Sports Cup: Zweiter Doppelerfolg für Felix Wimmer

Im Porsche Super Sports Cup waren auf dem Red Bull Ring insgesamt 44 Fahrzeuge am

Start. Felix Wimmer (Wien, 997 GT3 R) feierte in der Steiermark seinen zweiten

Doppelerfolg in dieser Saison. „Absolut genial, diese Serie kann ruhig so weiter gehen“,

strahlte Wimmer, der sich über die Siege Nummer drei und vier freute. Am Samstag gewann

er vor Hermann Speck (Rückersdorf, 997 GT3 R) und Roland Ziegler (Wendelstein, 997 GT3

R). Umgekehrte Reihenfolge dann am Sonntag: Ziegler fuhr als Zweiter vor Speck über die

Ziellinie. Dabei war es gleich nach dem Start in Kurve eins zur Berührung zwischen den

beiden Kontrahenten gekommen. Während sich Ziegler schnell im Mittelfeld einreihen

konnte, musste sich Speck ganz hinten anstellen. So lag der Wendelsteiner bereits nach

wenigen Runden wieder auf Position zwei, während Speck erst kurz vor Schluss nach

spektakulärer Aufholjagd die Podiumsplatzierung erreichte. An der Spitze fuhr Wimmer ohne

Druck derweil in einer ganz eigenen Liga. Er markierte mit 1:29,969 Minuten die schnellste

Rennrunde und gewann mit einem deutlichen Vorsprung von 22,832 Sekunden.

In der Cup-Wertung stand Matthias Kaiser aus Lichtenstein (991 GT3 Cup) beide Male ganz

oben auf dem Podest. „Das war ein gutes Wochenende. Das Auto war perfekt“, so Kaiser.

„Ich konnte schnelle Rundenzeiten fahren und hatte beim Überrunden keine Probleme. Es

hat richtig Spaß gemacht.“ Die zweite Cup-Position belegte in Rennen eins Ralf Bohn

(Alsfeld, 991 GT3 Cup). Klaus Rader (München, 991 GT3 Cup) fuhr bei seinem zweiten Start

im Porsche Super Sports Cup ein tolles Rennen und krönte samstags seine hervorragende

Leistung mit seinem ersten Cup-Podium. In Rennen zwei holte sich der Luxemburger

Christian Kosch (991 GT3 Cup) aus dem Black Falcon Team TMD Friction den Pokal für den

zweiten Platz. Dritter wurde Race-Base-Pilot Christian Mathiak (Kalbach, 991 GT3 Cup).

In der Klasse 5d (997 GT3 Cup) feierte am Samstag der dreifache Sports-Cup-Champion

Michael Essmann junior (Rheine) seinen ersten Klassensieg im Super Sports Cup. Sonntags

siegte ATR-Pilot Matthias Jeserich (Berlin) vor Essmann und dem amtierenden Sports-Cup-
Champion Bertram Hornung (Stutensee).

Hart umkämpft waren auch die Siege in der Klasse der Cayman GT4 Clubsport. Am ersten

Tag gewann Gabriele Piana (RN Vision STS) vor Larry ten Voorde (van Berghe GmbH) und

Nico Rindlisbacher aus dem Team MOMO-Megatron Team Partrax. Am Sonntag wurde ten

Voorde als glücklicher Klassensieger abgewinkt. Der Österreicher Herbert Handlos (HB

Racing Team Promotech) stand vor heimischer Kulisse als Zweiter auf dem Podium. „In der

Klasse der Cayman GT4 CS herrscht eine sehr starke Competition“, sagte Handlos. „Beim

Heimrennen dann auch noch auf dem Podium zu stehen, ist eine sehr schöne Sache.“ Trotz

einer Drive-through-Strafe belegte MOMO-Megatron-Fahrer Lucas Mauron den dritten Platz.

In der Tabelle des Porsche Super Sports Cup führt nach zwei packenden Rennen auf dem

Red Bull Ring Matthias Kaiser (82,6 Punkte) vor Felix Wimmer (80,6) und Ralf Bohn (75,6).

 

Porsche Sports Cup: Zwei Siege für Oliver Engelhardt

Im Porsche Sports Cup baute Oliver Engelhardt (Groß-Zimmern) auf dem Red Bull Ring im

991 GT3 RS seine Tabellenführung weiter aus. Der Fahrer aus dem Porsche Zentrum

Mannheim Team Schütz Motorsport hat nach vier Rennen vier Siege auf dem Konto. Im

ersten Rennen wurde Hans Joachim Sadler (Weinheim, 991 GT3 RS) Zweiter vor Joachim

Geyer (Pforzheim, 991 GT3 RS). CarTech-Fahrer Hugo Nuss (München, 991 GT3 RS) und

Norbert Kraft (Göppingen, 991 GT3 RS) komplettierten die Top Fünf.

Das Rennen am Sonntag wurde im Trockenen gestartet. Doch kurz danach wurde es

turbulent. Der Himmel öffnete seine Schleusen. Und wegen des starken Platzregens rückte

nach nur einer Runde sogleich das Safety Car raus. Rund acht Minuten vor Schluss wurde

das Rennen wieder freigegeben. Auf dem Zeitenmonitor führte zu diesem Zeitpunkt

Engelhardt vor Nuss und Kraft. Etwa sieben Minuten vor dem Ende wurde dann das Rennen

sogleich mit der roten Flagge beendet – das Klassement blieb an der Spitze unverändert.

„Großes Kompliment an die Rennleitung“, sagte Sieger Engelhardt. „Das Rennen hinter dem

Safety Car fortzuführen und dann mit der Roten Flagge zu beenden, war bei diesen sehr

schwierigen Bedingungen die richtige Entscheidung.“

Den Sieg bei den 991 GT3 sicherte sich samstags Dr. Raoul Hille (Hannover). Andre

Bruckmann (Münster) holte sich in Rennen eins den Pokal als bester Fahrer in der Klasse

2e. Zweiter in der Klasse der Cayman GT4 wurde Stephan Grotstollen (Langenhagen). Dr.

Rocco Herz (München) war in Spielberg zum ersten Mal im Porsche Sports Cup am Start.

Das tolle Ergebnis: Er fuhr im Cayman GT4 auf den dritten Platz. Im Regenrennen am

Sonntag wurde Franz-Günter Leesberg (Arnsberg, 991 GT3) Erster in der Klasse 4e, Tano

Neumann (Frankfurt) als Bester Fahrer eines Cayman GT4 abgewinkt.

In der Meisterschaft steht Engelhardt mit 85,6 Zählern an der Spitze. Verfolger Dr. Raoul

Hille konnte 72,2 Zähler verbuchen, während Stephan Grotstollen bis dato 55,2 Punkte

einfahren konnte.

 


Porsche Sports Cup Endurance: Regen sorgt für zusätzliche Spannung

Traditionell steht zum Abschluss des Rennwochenendes der Sports Cup Endurance mit zwei

separaten Läufen über jeweils 50 Minuten auf dem Programm. In einem turbulenten ersten

Rennen, das mit 35 Fahrzeugen im Regen hinter dem Safety Car gestartet wurde, hatten

nach 23 abwechslungsreichen Runden über den 4,326 Kilometer langen Red Bull Ring zwei

Piloten aus dem Team Herberth Motorsport die Nase vorn: Ralf Bohn / Alfred Renauer

siegten im 991 GT3 Cup vor Hermann Speck (997 GT3 R), der das Rennen allein

absolvierte, und den beiden Österreichern Zeljko Drmic / Dieter Svepes (991 GT3 Cup). In

dem packenden und wegen der widrigen Witterungsbedingungen mitunter turbulenten

Rennen kam es zu zwei Safety-Car-Phasen, um beschädigte Fahrzeuge zu bergen.

Auch das zweite Endurance-Rennen wurde hinter dem Safety Car gestartet. Diesmal

allerdings wegen einer langen Ölspur auf der Start-Ziel-Geraden. In dem packenden

Rennen, in dem die Gesamtführung vier Mal wechselte, sah 997 GT3 R-Fahrer Speck als

Sieger die Zielflagge. Das Herberth-Duo Bohn / Renauer zeigte im 991 GT3 Cup auf der

abgetrockneten Rennstrecke erneut eine tolle Performance und stand diesmal als Zweiter

auf dem Podest. „Ralf hat im ersten Rennen eine tolle Vorarbeit geleistet, ich musste das

Resultat nur noch ins Ziel fahren. Im ersten Lauf Gesamtsieg – einfach perfekt“, sagte

Renauer. „Platz zwei im zweiten Rennen rundet ein tolles Wochenende ab.“ Markus Fischer

und Reinhard Kofler wurden im 991 GT3 Cup von Arkenau Motorsport Dritter.

Sieger in der stark besetzten Klasse der neuen Cayman GT4 CS wurde in Rennen eins

Matthias Bäurle (CarTech Motorsport) vor Vater Winfried Assmann und Tochter Ronja

(Arkenau Motorsport) sowie Frank Hitzbleck / Bill Barazetti. Nach dem zweiten Rennen

durfte sich Bäurle über einen Doppelerfolg freuen. Zweiter wurde Herbert Handlos (HB

Racing Team Promotech) vor Lucas Mauron / Nico Rindlisbacher (MOMO-Megatron Team

Partrax).

Spitzenreiter in der Tabelle des Porsche Sports Cup Endurance ist Ralf Bohn (86 Punkte).

Matthias Bäurle rangiert mit 76 Punkte auf der zweiten Position. Tabellendritter ist Georgi

Donchev (67,9), der zugleich die Führung in der Klasse der 997 GT3 Cup inne hat.

 


PZ-Trophy: Rüdiger Bambach gewinnt beide Wertungsläufe

In der PZ-Trophy sind zwei Trainingssitzungen und zwei Gleichmäßigkeitsprüfungen zu

absolvieren. Jede Zehntelsekunde Abweichung wird mit einem Strafpunkt bewertet. Die

Punkte aller Wertungsrunden werden addiert. Den ersten Wertungslauf gewann Rüdiger

Bambach (Bad Dürkheim, 997 GT3 RS) mit gerade einmal drei Strafpunkten. Platz zwei

belegte Josef Smarda (997 GT3) mit sechs Zählern. Mit jeweils 14 Punkten belegten Carsten

Clauder (Lübbecke, 991 GT3) und Sabine Böcker-Schulte (Sundern, 991 GT3) die Plätze

drei und vier. Mit einem Punkt Rückstand erreichte Stefan Maringer (Cochem, 997 GT3)

Rang fünf.

Am Sonntag machte Bambach mit hervorragenden sieben Punkten den Doppelerfolg perfekt.

Er holte sich den Sieg vor Tomas Urban (911) und Maringer. Youngster Max Nieder

(Hockenheim, 991 GT3) wurde Vierter, nachdem er einen Tag zuvor ausgefallen war. Das

Auto konnte jedoch bis zum zweiten Lauf nicht repariert werden. Seinen Start machte eine

tolle Geste von Sabine Böcker-Schulte möglich: Sie verzichtete kurzerhand auf den Start und

stellte dem Nachwuchspiloten ihren 991 GT3 zur Verfügung, der damit wichtige Punkte in

der Meisterschaft sammeln konnte. Somit ist Nieder (56 Punkte) nun Tabellendritter hinter

Dr. Rocco Herz (60) und Spitzenreiter Bambach (95).

 


PZ-Driver’s Cup: Zweiter Sieg für Karl-Heinz Kröger

Fahren unter Anleitung von Instruktoren, freie Trainingsrunden und zum krönenden

Abschluss eine Gleichmäßigkeitsprüfung, in der es gilt innerhalb von 30 Minuten drei

beliebige Runden in genau derselben Zeit zu fahren – das ist die Herausforderung im PZ-
Driver’s Cup. Platin-Fahrer Karl-Heinz Kröger (Cayman S) sicherte sich nach seinem Erfolg

in Hockenheim nun in der Steiermark seinen Tagessieg in dieser Saison. „Der Red Bull Ring

ist eine sehr schöne Strecke mit einer tollen Topografie. Er ist eine meiner

Lieblingsstrecken“, sagte Kröger und erklärte zur Prüfung. „Nachdem wir das Training auf

nasser Strecke absolviert hatten, lief die Wertung im Trockenen dann umso leichter.“ Hinter

dem Piloten des PC Schwaben belegte Platin-Fahrer Oliver Lieb (991 GT3) den zweiten

Rang. Dritter wurde Silber-Fahrer Ulrich Kramer (997 GT3). Bester Bronze-Fahrer (Klasse 4)

war an diesem Wochenende Bert Kirschner (991 Turbo) auf Gesamtrang vier.