Thiim Dritter in Oschersleben und Fahrerwertung Beim achten Saisonlauf zum Porsche Carrera Cup stellte Hermes-ATTEMPTO-Racing-Pilot Nicki Thiim einmal mehr sein Talent unter Beweis. Im Rennen, das durch schwierige Wetterbedingungen gekennzeichnet war, bewies der 22-jährige Däne ein großes Kämpferherz und sicherte sich Platz drei.
Bereits im Qualifikationstraining, dem Kampf um die besten Startplätze, fuhr Thiim in einer eigenen Liga. Mit 0,051 Sekunden Vorsprung setzte sich der Sohn von Motorsportlegende Kurt Thiim gegen Tabellenführer Nick Tandy durch und schnappte sich Startplatz eins. Im Rennen konnte er den Platz an der Spitze jedoch nicht lang behaupten. Weil ein leichter Regen den Asphalt in eine Rutschbahn verwandelt hatte, hatte Nicki Thiim große Probleme beim Beschleunigen und fiel zurück auf die vierte Position. Während des Rennens wurde der Niederschlag dann immer stärker, wodurch der Däne wieder Boden gutmachen konnte. Nachdem er sich Sean Edwards geschnappt hatte, versuchte er auch, sich die beiden Führenden, Nick Tandy und René Rast, zurechtzulegen. Als er den Beiden zwei Runden vor dem Ziel dicht auf den Fersen war, machte ihm jedoch das Safety Car einen Strich durch die Rechnung. Weil ein Konkurrent im Kiesbett steckte, herrschte für die letzten beiden Runden Überholverbot, womit sich seine Hoffnungen auf den Sieg in Luft auflösten. Grund zur Freude hat der Youngster dennoch. Mit seinem dritten Platz verbesserte sich der 22-Jährige auf Platz drei in der Fahrerwertung. Als zweiter Hermes-ATTEMPTO-Racing-Fahrer kam Nicolas Armindo in‘s Ziel. Der Franzose wurde Sechster und sichert der Mannschaft aus Hannover damit wichtige Punkte für die Teammeisterschaft. Die beiden Youngster Philipp Frommenwiler und Stefan Wendt kamen auf den Plätzen elf und zwölf in‘s Ziel. Eine Zusammenfassung des Rennwochenendes in der Motorsport Arena Oschersleben zeigt der Fernsehsender Sport 1 am kommenden Freitag, den 23. September, um 17.05 Uhr. Im 30-minütigen Carrera Cup-Magazin sehen Sie noch einmal die wichtigsten Szenen vom achten Saisonlauf des populärsten Markenpokals in Deutschland. Stimmen zum Rennen: Nicki Thiim (Platz 3): „Das war ein sehr ereignisreiches und schwieriges Rennen. Auf der Strecke war es sehr rutschig, da der Regen immer stärker wurde und wir mit Trockenreifen unterwegs waren. Ich bin von der Pole-Position in‘s Rennen gegangen, hatte aber einen sehr schlechten Start. Nachdem ich ein paar Plätze verloren hatte, konnte ich wieder aufholen und mir den dritten Platz sichern. Ein tolles Ergebnis, da ich nun Dritter in der Meisterschaft bin.“ Nicolas Armindo (Platz 6): „Mit dem sechsten Platz in Oschersleben bin ich zufrieden. Über viele Runden hinweg hatte ich einen harten, aber fairen Kampf mit Jan Seyffarth. Leider setzte er sich am Ende durch. Nun freue ich mich auf das Finale auf meiner Heimstrecke, dem Hockenheimring.“ Stefan Wendt (Platz 11): „Einmal mehr ein Drama mit dem Wetter. Bei diesen Mischbedingungen hatte man fast überhaupt nicht die Möglichkeit, einen Gegner zu attackieren. Jedes Mal, wenn man später bremsen wollte, geriet man in Probleme. Zwischenzeitlich hatte ich mich bis auf die neunte Position vorgekämpft. Im Kampf mit Jaap van Lagen wurde ich dann mehrmals von ihm geblockt. Das war nicht fair! Leider habe ich mein Auto danach in‘s Kiesbett gehauen und fiel wieder zurück. Unter dem Strich war das ein katastrophales Rennen.“ Philipp Frommenwiler (Platz 12): „Bis zu meinem Ausrutscher in der viertletzten Runde war das ein super Rennen. Ich konnte mich vom 16. Platz nach vorn kämpfen und Druck auf meine Konkurrenten ausüben. Ich bin enttäuscht, da Platz neun drin gewesen wäre.“ Arkin Aka (Teamchef): „Unser Heimrennen ist gar nicht mal so schlecht gelaufen. Hätte Nicki Thiim einen besseren Start erwischt, wäre durchaus mehr als Platz drei drin gewesen. Nicolas Armindo ging von fünf ins Rennen, wurde am Ende Sechster. Für die schwierigen Verhältnisse ist das okay. Stefan Wendt und Philipp Frommenwiler haben das Beste aus ihren Möglichkeiten gemacht. Nun freuen wir uns auf das nächste Rennen in Hockenheim.“ |