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Mit einer kleinen Sensation für Hermes Attempto Racing endete die fünfte Ausgabe der 24-Stunden von Dubai. Im ersten Rennen des Jahres gelang der Mannschaft aus Hannover eine Aufholjagd, die ihres Gleichen sucht. Der Start ins Abenteuer „Dubai 2010“ verlief zunächst jedoch alles andere als erfolgreich. Die Truppe von Attempto Racing hatte im Vorfeld mit gleich zwei logistischen Problemen zu kämpfen. Denn während am Montag vor dem Rennen die Teammitglieder in Richtung Arabien flogen, machten sich die Koffer der beiden Crew-Mitglieder Nancy Kahnt und Phil Brandes auf einen anderen Weg. Doch neben Socken und Co. fehlte dem Team noch etwas anderes Wichtiges – der Rennwagen. Der Container, der mit Fahrzeug und Equipment beladen war, traf einen Tag zu spät an der Rennstrecke in Dubai ein.
Folglich dieser und weiterer Probleme waren Arkin Aka und seine Fahrer gezwungen, das Freie Training auszulassen und unvorbereitet ins Qualifying zu gehen. Dass unter diesen Umstünden sogar Startplatz 21 heraussprang, hätte wohl niemand gedacht, auch nicht Hannes Plesse. „Für diese Verhältnisse ist es wirklich super gelaufen“, so der Niedersachse über das erfreuliche Qualifyingergebnis.
Das Rennen verlief zunächst ebenfalls recht vielversprechend. Startfahrer Plesse hielt sich aus dem Startgetümmel heraus und rangierte nach 40 Minuten bereits auf Rang elf. Die Aufholjagd nahm jedoch ein jähes Ende als er auf Grund von Motorproblemen die Box ansteuern musste. „Wir sind auf einmal nur noch mit fünf Zylindern gefahren“, so Plesse. In der Box galt es dann den Fehler schnellstmöglich zu finden. Eine Aufgabe, die aber zunächst der Suche nach der Nadel im Heuhaufen glich. Dank einer Top-Leistung der Attempto-Crew wurde aber schon nach kurzer Zeit eine defekte Zündspule als Fehlerursache ausfindig gemacht.
Nach 37-minütiger Standzeit konnte das Hermes Attempto Racing Team die Fahrt wieder aufnehmen. Durch den unfreiwilligen frühzeitigen Stopp bis ans Ende des Feldes auf Platz 74 gefallen, galt es sich nun wieder nach vorn zu arbeiten. Von den anfänglichen Problemen unbeirrt spulten die Fahrer in den folgenden Stunden Runde um Runde ab – der Attempto-Porsche lief wie ein Uhrwerk. Zur Halbzeit rangierte die Mannschaft aus Hannover bereits auf Rang 17, nach 24 Stunden schlussendlich auf Rang 10. Für Arkin Aka und sein Team erfüllte sich damit der Traum von einem TOP10-Ergebnis bei den 24 Stunden von Dubai.
Hannes Plesse zieht ebenfalls ein positives Fazit aus der Arbeit mit Attempo Racing: „Wie auch schon im letzten Jahr hat die Harmonie von Anfang an gestimmt.“ Besonders hebt der Carrera Cup-Pilot dabei die Leistung der Mechaniker hervor: „Die Jungs wissen sofort wo anzupacken ist und brechen bei kritischen Situationen nicht in Panik aus.“ Für Plesse, als auch Attempto Racing ein erfolgreicher Start in die neue Motorsportsaison. |